Den Schneemännern über die Schulter blicken
Das Geheimnis der perfekt präparierten Pisten in den Dolomiten
Im DolomitiSuperski-Gebiet – so sagt man zumindest – sind von 100 Wintertagen 80 sonnige Schönwettertage. Man kann sich leicht ausrechnen, dass der Schnee, der an den restlichen Tagen fällt, nicht die ganze Wintersaison lang hält.
Und doch sind die Skigebiete in den Dolomiten bis weit in den April hinein geöffnet und ihre Pisten sind überall für die Qualität bekannt.
Echter Schnee aus der Kanone
Doch den produzierten Schnee als Kunstschnee zu bezeichnen, das hören die Schneemänner gar nicht gerne. Denn anders als vielfach angenommen, ist der Schnee aus der Schneekanone nicht künstlich, sondern echt: gleich wie der "richtige Schnee" besteht auch der Schnee aus der Kanone aus Wasser. In der Schneekanone wird das Wasser unter Druck in kleinste Tropfen zerstäubt und in die kalte Luft geblasen. Fallen diese Tropfen, bilden sich Schneekristalle und es schneit. Im DolomitiSuperski-Gebiet können 90 % der 1200 Pistenkilometer in dieser Weise beschneit werden.
Schneekatzen zaubern im Dunkeln
Allabendlich rücken 300 Schneekatzen aus und walzen den Schnee von oben und den aus der Maschine, damit die Skifahrer jeden Morgen auf perfekt präparierten Pisten skifahren können. Durch das Walzen hält der Schnee übrigens auch bei Wärmeeinbrüchen länger und es schützt den Boden vor den scharfen Kanten von Skiern und Snowboards, einfach deshalb, weil Schneehügel und Schneelöcher wieder glattgebügelt werden und man beim Skifahren also nicht bis auf den Boden kommt.
Wer meint, die Schneekatzen würden dem Boden schaden, der hat sich auch getäuscht: Tests haben ergeben, dass Schneekatzen weniger relative Belastung auf den Boden ausüben als der Tritt eines Wanderers. Und das deshalb, weil das Gewicht der Schneekatze auf eine große Fläche verteilt ist.
Urlaub in den Dolomiten

