Was ist ein Rennböckl?

Das Rennböckl (Rennbock, Bock) ist ein einfaches, unmotorisiertes Wintersportgerät, mit dem man sitzend auf Schnee fahren kann.

Es besteht aus einer Sitzplatte mit zwei seitlichen Griffen, welche auf ein kufenförmig geschnittenes Brett mit Eisenschiene oder auf einen abgeschnittenen, ausgedienten Ski angeschraubt wird. Gesteuert wird durch Gewichtsverlagerung, gebremst wird mit den Füßen.

Was ist ein Rennböckl?

Die Geschichte des Rennböckls

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Auch wenn geglaubt wird, dass die Olanger die ersten Rennböcklfahrer unter der Sonne sind, wurde das Rennböckl wohl unabhänging voneinander ein paar mal "erfunden".

Weltweit gibt es an die 15 Patente auf das Gerät „Gleiter auf einer Kufe“. Das älteste Patent, das dem orginalen Olanger Kufenböckl gleicht, stammt aus dem Jahr 1914, eingetragen im Patentamt Washington, USA. Das älteste Patent auf das Skirennböckl wurde ebenfalls in den USA eingetragen, im Jahre 1963. Das erste Patent in Europa stammt aus dem Eidgenössischen Amt für geistiges Eigentum aus dem Jahre 1939.

In Olang tauchte das Rennböckl den Nachforschungen nach das erste mal im Jahre 1945 auf. Enstanden ist es aus der Notwendigkeit heraus, Alternativen zu den damals noch teuren Rodeln zu finden. Und so zimmerte man sich einen einfachen fahrbaren Untersatz zurecht, um im Winter schneller oder zumindest bequemer vom heimatlichen Hof zur Schule zu kommen.

Auch das tragen des Rennböckels war viel bequemer, als eine Rodel über die engen Wege zu ziehen. Eine erste Blüte dieses Gerätes gab es Mitte der 50er Jahre in Geiselsberg, wo die ersten Rennen ausgetragen wurden.


Das Rennböckl heute

Heute kennt man das Rennböckl unter allerhand verschiedener Namen: Skibock in Adelboden-Schweiz, Klumper in Tulfes-Nordtirol und Bockerl in Bayern. Mittlerweile gibt es auch industriell produzierte Geräte, welche unter den Namen Flizzer, Balancer, Ski-Bockerl oder Skifox bekannt sind.

In den letzten Jahren wurde viel an der Weiterentwicklung des Böckls herumgetüftelt. So gab es Doppelsitzer, Rennböckl mit Federung oder ein Böckl mit orginal Bestandteilen einer Harley Davidson.

Mit der Entwicklung des Carvingski hat auch die Entwicklung des Böckls einen großen Schritt gemacht. Die heutigen Topmodelle bestehen aus einem nicht zu langem Carvingski mit einem Stahl- oder Aluminiumgestell drauf, auf welchen ein Ledersattel montiert wird. Mit diesen Geräten ist es möglich, enge Radien wie beim Carven zu fahren.

Der Kostenpunkt für ein Rennböckl ist minimal. Jeder etwas handwerklich Begabte kann sich in nur wenigen Stunden ein solches Teil basteln. Benötigt wird ein Ski, welcher auf die eine beliebige Länge gekürzt wird. Dazu wird noch die Sitzkonstruktion gezimmert und angeschraubt. Fertig ist ein ganz normales Ski-Rennböckl.


Sogar eine Weltmeisterschaft gab es 2005 am Kronplatz

Der schnellste Bockpilot der Welt gesucht. Die zweiunddreißig Zeitbesten der Qualifikation bestritten die Hauptrunde, wobei in 8 Vierergruppen die je zwei Schnellsten gesucht wurden . Diese stiegen in die nächste Runde auf, bis im Finale die vier Besten aus den K.O Runden den Titel unter sich ausmachten.

Es starteten keineswegs nur Teilnehmer aus dem Alpenraum. Teilnehmer aus Japan, Bulgarien, Finnland sowie Brasilien waren im Athletenfeld. Die Ergebnisse finden Sie unter der Homepage der WM




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